80 Millionen Alt-Handys in deutschen Haushalten

In den deutschen Haushalten lagern zur Zeit rund 80 Millionen ausgedienter Handys. Dies wurde vom Branchenverband Bitkom in repräsentativen Umfragen ermittelt und auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.

Es wurden 1000 Personen befragt, wie viele unbenutzte Mobiltelefone sie in ihrem Haushalt verwahren. In der Regel werden die Geräte ausgemustert wenn eine neue Handygeneration auf dem Markt erscheint. Trendsetter wie das Apple iPhone verstärkten den Effekt noch. Ein Großteil dieser Geräte werden anschließend aufbewahrt.

Aus der Umfrage geht hervor, dass 47% der Haushalte über wenigstens ein, teilweise auch mehrere ungenutzte Alt-Handys besitzen. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob die Geräte noch funktionsfähig sind oder nicht. 12 % der Befragten besitzen zwei, 7 % besitzen noch drei und 8% der Haushalte sogar vier oder mehr unbenutzte Mobiltelefone.

Die Erzmine im Küchenschrank

Wesentlich sinnvoller wäre eine gezielte Verwertung. Denn Handys enthalten viele Rohstoffe. Rund 80% der erbauten Materialien können wiederverwendet werden. In jedem Mobiltelefon stecken rund 60 seltene Rohstoffe:

  • 9 Gramm Kupfer
  • 3,6 Gramm Kobalt
  • 250 Milligramm Silber
  • 24 Milligramm Gold
  • 9 Milligramm Palladium
  • Eisen
  • Zink
  • Nickel
  • Keramik
  • Kunststoffe

Gut 250 Gramm Gold sind z.B. in einer Tonne Leiterplattenschrott enthalten. Im Vergleich dazu müßte selbst eine sehr ergiebige Goldmine rund 50 Tonnen Erzgestein verarbeiten um die selbe Menge Gold zu gewinnen.

Übersicht zu den verschiedenen Wertstoffen in Leiterplatten

Alt-Handys gewinnbringend entsorgen

Deutsche Unternehmen wie die Fa. Biglari im thüringischen Bad Langensalza sind Innovationsmotoren beim IT-Recyling. Während das Land praktisch keine Primärrohstoffe besitzt, sind die Unternehmen dagegen Weltmarktführer im Wiederverwerten von Altgeräten. Hier werden Altgeräte sogar vergütet statt nur kostenlos zu entsorgen bzw. gar Entsorgungsgebühren zu verlangen. Die gezahlten Preise hängen von der Menge der Geräte (Abrechnung pro Kilogramm oder Tonne) und den darin enthaltenen Wertstoffen ab.

Das Elektro-Gesetz und die Auswirkungen

Die Entsorgung alter Elektrogeräte ist nach dem so genannten Elektro-Gesetz mit dem komplizierten Titel "Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG)" verboten. Es drohen hier sogar Bußgelder. Das Gesetz trat am 24. März 2005 in Kraft und regelt seither die Rückführung von Elektrogeräten in den Wertstoffkreislauf. Dies schont die Umwelt und spart Resourcen.

Altes Handy

In den Haushalten lagern
80 Millionen ungenutzte Handys

 

 

 

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und Verwertung von
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Ein Angebot der Fa. Biglari

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